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Schueler, 06. May 2011

Die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz begrüßt das im Koalitionsvertrag von SPD und Bündnis 90 /Die Grünen festgeschriebene Bekenntnis zum Mittelstand. Ebenso habe man mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen, dass sich die Koalitionspartner eindeutig hinter die Selbstverwaltung und Eigenverantwortung der regionalen Wirtschaft stellen und sich entsprechend für ein „modernes und transparentes Kammerwesen“ aussprechen. Auch der bessere Zugang von kleinen und mittleren Unternehmen zur Forschungs- und Entwicklungsförderung findet nach den Worten von Günther Tartter, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz, den Zuspruch des Handwerks, ebenso wie die erklärte Absicht, bei „Investitions- und größeren Sanierungsprojekten im Land und den Kommunen“, Handwerk und Mittelstand noch größere Chancen einzuräumen, sich beim Betrieb und der Instandhaltung von Infrastruktur zu engagieren.

Mit Blick auf den von der designierten Wirtschaftsministerin Eveline Lemke angekündigten Masterpan Industrieentwicklung appellierte Tartter an die künftige Landesregierung, nicht aus den Augen zu verlieren, dass gerade das Handwerk, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, das Rückgrat der rheinland-pfälzischen Wirtschaftspolitik sei. Dies zeige sich an der konstant hohen Zahl der Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Rheinland-Pfalz sei nun mal ein klassisches Mittelstandsland.

Die Absicht der Koalition, die Öffnung der Hochschulen für Menschen mit einer qualifizierten Berufsausbildung, aber ohne Abitur, weiter voranzutreiben, wertete Tartter als weiteren Baustein auf dem Weg zu mehr Gleichwertigkeit von beruflicher und allgemeiner Bildung. Ebenso begrüßte er das Festhalten an dem mehrgliedrigen Schulsystem mit einem weiteren Ausbau der Ganztagsschulen.

Hinsichtlich der Infrastrukturpolitik habe man zwar mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass der Hochmoselübergang gebaut werde, sei aber ebenso enttäuscht, das andere, gerade auch für die Handwerksbetriebe wichtige Verkehrsverbindungen erst mal auf Eis gelegt worden seien. Hier hätte man sich mehr Wirtschaftsnähe gewünscht.

Das Thema Energieeffizienz, so Tartter abschließend, sei für die Betriebe des Handwerks bereits gelebter Alltag. Sie hätten sich rechtzeitig auf die neuen Herausforderungen eingestellt, sich entsprechend weitergebildet und seien kompetente Ansprechpartner für den Verbraucher.

Abschließend bekräftigte Tartter die Bereitschaft des Handwerks mit der künftigen Koalition konstruktiv zusammen zu arbeiten, um für die Handwerksunternehmen des Landes die besten Rahmenbedingungen zu erreichen, wie dies auch in der Vergangenheit der Fall gewesen sei.