Ergebnisse der Konjunkturbefragung
Die Stimmungslage in den einzelnen Landkreisen unterliegt einer Bandbreite von 51 bis 77 Prozent. Das beste Geschäftsklima melden in diesem Frühjahr über alle Handwerke die Betriebe im Kreis Altenkirchen. Hier äußern sich 77 Prozent (Vorjahr: 79 %) positiv über ihre derzeitige wirtschaftliche Situation. Den schlechtesten Wert weist der Kreis Ahrweiler auf, wo nur 51 Prozent (Vorjahr: 71 %) der Befragten mit ihrer Geschäftslage zufrieden sind.
Betriebsauslastung zu gering
Bei der Kapazitätsauslastung erreichen die Handwerksbetriebe in der Region Mittelrhein den Landesdurchschnittswert von 49 Prozent nicht ganz. 48 Prozent der Unternehmer im Kammerbezirk Koblenz geben an, zu mindestens 70 Prozent ausgelastet zu sein. Spitzenreiter ist hier die Stadt Koblenz, wo 61 Prozent eine zufriedenstellende Betriebsauslastung melden, gefolgt vom Landkreis Westerwald mit 56 Prozent. Beim Auftragsvorlauf liegen die Betriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz mit 5,6 Wochen knapp über dem Landesdurchschnitt von 5,5 Wochen, wobei die befragten Betriebe im Kreis Cochem-Zell mit 7,8 Wochen (Vorjahr: 7,0 Wochen) den höchsten, hingegen die Stadt Koblenz mit 2,9 Wochen (Vorjahr: 4,7 Wochen) den niedrigsten Wert aufweist. Während vor einem Jahr 71 Prozent der befragten Betriebe einen konstanten oder gestiegenen Auftragsbestand gegenüber dem Vorquartal angaben, sind es jetzt nur 58 Prozent. Ebenfalls 58 Prozent (Vorjahr: 64 %) der Handwerker im Kammerbezirk Koblenz geben einen konstanten oder gestiegenen Auftragseingang an. Die Umsatzentwicklung der Handwerksbetriebe im Kammerbezirk Koblenz liegt leicht über den Mittelwerten im Land. 12 Prozent der befragten Betriebe (Vorjahr: 13 %) in der Region Mittelrhein geben Umsatzzuwächse an. Im Landesdurchschnitt sind dies 11 Prozent. 49 Prozent der Handwerksbetriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz geben konstante Umsätze an, im Landesdurchschnitt sind dies nur 43 Prozent. Das Investitionsverhalten liegt im Bereich der Handwerkskammer Koblenz mit einem Anteil an investierenden Unternehmen von 26 Prozent in etwa im Landesdurchschnitt (27 %), die durchschnittlichen Investitionen pro Betrieb liegen mit 40.000 Euro leicht über der Investitionssumme im Land von 36.000 Euro.
"Die Handwerkskammer Koblenz steht allen Unternehmen mit einem umfangreichen Service zur Verfügung und leistet so einen effektiven Beitrag zur Stabilisierung und weiteren Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Handwerks im nördlichen Rheinland-Pfalz", macht die HwK-Spitze deutlich und fordert alle selbstständigen Handwerker auf, von dem breiten Leistungsspektrum Gebrauch zu machen. In den sich verändernden Märkten der Globalisierung und Rationalisierung sind die Handwerksbetriebe gefordert neue, andere Wege zu gehen, um sich mittel- und langfristig zu behaupten. Mit dem neuen Konzept der Angebote in dem Kompetenzzentrum für Gestaltung, Fertigung und Kommunikation der Handwerkskammer Koblenz finden Unternehmen eine vielfältige Unterstützung. Die Tätigkeitsschwerpunkte liegen in der Entwicklung neuer Produkte, der Optimierung betrieblicher Fertigungsabläufe, kaufmännischen Multimedia-Anwendungen sowie der Gestaltung im Handwerk und ist eine Bereicherung für jedes Unternehmen. Ebenso ist die HwK Koblenz für ihre Mitgliedsbetriebe direkt vor Ort in den Regionen präsent, zum Beispiel in der neu eröffneten Mosel-Akademie in Cochem, der Westerwald-Akademie in Wissen oder dem Zentrum für Restaurierung und Denkmalpflege in Herrstein.
Informationen zu Einzelheiten der Frühjahrsbefragung 2008 bei der Handwerkskammer Koblenz,Telefon 0261/ 398-257, Telefax 0261/ 398-994, beratung@hwk-koblenz.de.