Vier Handwerkskammern, ein Projekt: Bei -Handwerk integriert Migranten- arbeiten die vier rheinland-pfälzischen Kammern aus Mainz, Kaiserslautern, Trier und Koblenz zusammen und tauschten sich aktuell über den Projektstand wie auch weitere Ziele bei der HwK Koblenz aus, im Bild(von links) Birdal Acar, Nina Georgieva, Leyla Cetintas, Jürgen Rauschenbach, Oliver Kirst und Ulrich Meinhard.
HwK Koblenz
Vier Handwerkskammern, ein Projekt: Bei -Handwerk integriert Migranten- arbeiten die vier rheinland-pfälzischen Kammern aus Mainz, Kaiserslautern, Trier und Koblenz zusammen und tauschten sich aktuell über den Projektstand wie auch weitere Ziele bei der HwK Koblenz aus, im Bild(von links) Birdal Acar, Nina Georgieva, Leyla Cetintas, Jürgen Rauschenbach, Oliver Kirst und Ulrich Meinhard.

Projekt "Handwerk integriert Migranten jetzt landesweit"

2007 bei der HwK Koblenz gestartet, bringen sich jetzt alle vier rheinland-pfälzischen Handwerkskammern ein

Die Ausgangslage 2007 für die Handwerkskammer (HwK) Koblenz: 16,5 Prozent der Einwohner von Koblenz sind Migranten. Der Anteil der Ausländer ohne beruflichen Abschluss im Alter von 25 bis 35 Jahre liegt bei 41 Prozent. „Hier setzte das Projekt `Handwerk integriert Migranten` an. Ziel war und ist es, jugendliche Migranten in ein Ausbildungsverhältnis zu integrieren, Betriebsgründungen von Migranten zu unterstützen und die Öffentlichkeit für die Situation Jugendlicher mit Migrantenhintergrund zu sensibilisieren“, fasst die Spitze der Handwerkskammer (HwK) Koblenz nach fünf Projektjahren zusammen.

Das am 1. Oktober 2007 gestartete Projekt „Handwerk integriert Migranten“ (HiM) wird gefördert aus Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz (Wirtschaftsministerium und Arbeitsministerium) und der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds). Die bisherigen Projektziele werden auch weiterhin verfolgt: Integration der Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund in den Ausbildungs- und damit mittelfristig in den Arbeitsmarkt, was wichtiger Baustein einer sozialen und gesellschaftlichen Integration und Stärkung ist. Auch die Aktivierung der Selbsthilfepotentiale von Migrantinnen und Migranten durch die Möglichkeit des ehrenamtlichen Engagements als Tutoren ist Bestandteil des Projektes, das auch auf die Erhöhung der Ausbildungsbereitschaft von Mädchen und jungen Frauen abzielt wie auch die Schaffung neuer, zusätzlicher Ausbildungsplätze für Jugendliche oder junge Erwachsene mit Migrationshintergrund eine wichtige Rolle spielt.

Diese Projektziele wurden nun erweitert durch die Initiierung von landesweiten Beratungsstellen an allen Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz wie auch die Erstellung eines Leitfadens zur Nutzung in den Anlaufstellen. Die Handwerkskammern im Land bauen jetzt Netzwerke in Ihrer Region (analog zur HwK Koblenz) auf und führen außerdem Beratung durch. Am Standort Koblenz werden die Mitarbeiter weiterhin beratend tätig sein und für die Verstetigung des Projekts vor Ort und bei den anderen Handwerkskammern sorgen.

Eine besonders wichtige Aufgabe ist es, geeignete Gesellen, Meister und Betriebsinhaber mit Migrationshintergrund zur ehrenamtlichen Mitarbeit als Tutor zu gewinnen und Betriebe zu akquirieren, die für die Zielgruppe des Projektes Praktikums- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Gerade in Betrieben, deren Inhaber auf einen Migrationshintergrund zurückschauen, gilt es, die dort vorhandenen Ausbildungsplatzpotentiale verstärkt zu fördern und zu nutzen. Diese Tutoren sind aufgrund ihres eigenen beruflichen Werdeganges für die Jugendlichen und deren Eltern authentische Vorbilder und Ratgeber.

Die Öffentlichkeit wird über das Projekt durch periodische Berichte in den kammereigenen Medien (Printmedien, Internetportal, HwK-TV) und in der regionalen Presse informiert. Außerdem wurde das Projekt bei internen Infoveranstaltungen, Sitzungen verschiedener regionaler Ausländerbeiräte, bei Netzwerkpartnertreffen oder über Infoveranstaltungen an Schulen und in Vereinen vorgestellt. Zudem werden Flyer zu HiM in deutscher, türkischer und russischer Sprache verteilt. In den voraus gegangenen Projekten fanden interkulturelle Begegnungen statt, an denen viele Vertreter der regionalen Integrationsarbeit, ehrenamtliche Tutoren, Lehrer, Innungsmeister, Lehrlingswarte, Betriebsinhaber, Jugendliche und an der Thematik Interessierte teilnahmen.

Weitere Infos zum Projekt „Handwerk integriert Migranten“ bei der HwK Koblenz,
Telefon 0261/ 398-305, Telefax 0261/ 398-990, mailto:pa@hwk-koblenz.de , www.hwk-koblenz.de