Rückläufige Ausbildungszahlen im rheinland-pfälzischen Handwerk

16.03.2012

Rheinland-pfälzische Handwerkskammern legen Ausbildungsbilanz 2011 vor

Trotz einer guten wirtschaftlichen Entwicklung und trotz einer hohen Ausbildungsbereitschaft ist die Zahl der Ausbildungsverhältnisse in rheinland-pfälzischen Handwerksbetrieben im vergangenen Jahr rückläufig gewesen.
Zu diesem Ergebnis kommt die Ausbildungsbilanz der vier Handwerkskammern in Rheinland-Pfalz. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat sich demnach im vergangenen Jahr von 9.122 auf 8.767 verringert.

Wie die Handwerkskammer der Pfalz im Auftrag der vier rheinland-pfälzischen Handwerkskammern mitteilt, hat der Rückgang bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen auch zu einem Rückgang im Gesamtbestand an Ausbildungsverträgen im rheinland-pfälzischen Handwerk beigetragen. Zum 31. Dezember 2011 waren bei den vier Handwerkskammern in Koblenz, Kaiserslautern, Mainz und Trier mit 23.566 Ausbildungsverträgen 1.408 Ausbildungsverhältnisse
weniger registriert als im Jahr 2010 mit 24.974 erfassten Ausbildungsverträgen.

Nach Einschätzung der rheinland-pfälzischen Handwerkskammern ist die rückläufige Zahl der neu eingetragenen Ausbildungsverhältnisse im rheinland-pfälzischen Handwerk vor allem auf den demographischen Wandel und damit auf zurückgehende Schulabgängerzahlen zurückzuführen. Darüber hinaus führe der Trend, dass immer mehr Schüler immer länger im allgemein bildenden Schulsystem verbleiben, zu weniger Lehrstellenbewerbern. Deshalb habe es im vergangenen Jahr im pfälzischen Handwerk mehr offene Lehrstellen als Bewerber gegeben.

Der Rückgang im Gesamtbestand an Ausbildungsverträgen ist nach Einschätzung der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz aber auch darauf zurückzuführen, dass ausbildungsstarke Jahrgänge aus den Vorjahren im vergangenen Jahr ihre Gesellenprüfung abgeschlossen haben und damit den Gesamtbestand an allen registrierten Lehrverhältnissen reduzieren.